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Huttener betreut Schiedsrichter bei FSV Frankfurt Drucken E-Mail
Geschrieben von Fuldaer Zeitung / Sacha Behnsen   
Donnerstag, 1. Oktober 2009

jochen-koppelAlte Liebe rostet nicht. Und so musste der Huttener Jochen Koppel nicht lange überlegen – und nur noch kurz die Familie fragen –, ehe er bei Zweitligist FSV Frankfurt das Amt des Schiedsrichterbetreuers übernahm. Der 42 Jahre alte ehemalige Oberligareferee, der seit Rundenbeginn auch stellvertretender Fußball-Abteilungsleister des Gruppenligisten TSV Rothemann ist, wird am Sonntag, wenn der FSV in Bornheim Tabellenführer Kaiserslautern empfängt, zum dritten Mal als Schiedsrichterbetreuer der Frankfurter fungieren. Zuvor war Jochen Koppel bereits gegen Paderborn und St. Pauli im Einsatz.

Koppel sprang ein, nachdem sein Vorgänger beim FSV, ein in Ehren ergrauter Senior, den Anforderungen von Schiedsrichtergespannen und Deutscher Fußball-Liga (DFL) nicht mehr in vollem Umfang entsprach.

"Mein Herz schlägt nicht nur ein bisschen für den FSV", gibt Koppel gerne zu. Bereits in der vergangenen Zweitligasaison, aber auch davor in der Regionalliga, war er häufig beiHeimspielen zu Gast. Und als es nun am FSV Frankfurt war, einen neuen Schiedsrichterbetreuer zu bestellen, erinnerte man sich in der Führungsetage an Koppel, der zu Frankfurter Oberligazeiten die Blauschwarzen auch schon zum Freundschaftsspiel bei der SG Hutten geladen hatte.

Wenn der FSV ein Heimspiel hat, hat Koppel einen Fulltimejob. "Ich fahre morgens um halb zehn los, bis ich wieder zuhause bin, ist es halb neun." Was hat ein Schiedsrichterbetreuer zu tun? "Ehe ich so zwei Stunden vor dem Spiel die Schiedsrichter im Hotel abhole, gehe ich in die Schirikabine, schaue, ob alles seine Ordnung hat, ob ausreichend zu essen und zu trinken da ist, überprüfe dann auf dem Platz, ob da alles okay ist. Im Stadion zeige ich dem Gespann dann alles, halte noch ein Schwätzchen mit dem Schiedsrichterbeobachter, zeige ihm seinen Platz, sorge auf Anweisung des übertragenden Fernsehsenders dafür, dass die Schiedsrichter punktgenau wissen, wann es los geht, und nehme dann für das Spiel in unmittelbarer Nähe zum vierten Schiedsrichter zwischen den Trainerbänken Platz. Nach dem Spiel haben die Schiedsrichter, wenn sie das wollen, Gelegenheit, auf einer DVD sich strittige Szenen noch einmal anzuschauen, und wenn sie geduscht und mit dem Schiedsrichterbeobachter gesprochen haben, bringe ich sie ins Hotel."

Zu nennenswerten Zwischenfällen ist es in Koppels kurzer Amtszeit noch nicht gekommen. Dass die Welt ein Dorf ist und die Schiedsrichter eine große Familie sind, hat Koppel freilich auch hier festgestellt: "Trainer und Co-Trainer von Paderborn etwa waren früher in der Oberliga Hessen aktiv, die haben mich noch als Schiedsrichter gekannt, und es war schön zu sehen, dass sie sich ebenso noch an mich erinnern wie etwa DFB-Schiedsrichter-Lehrwart Eugen Strigel, der beim Paderborn-Spiel Schiedsrichterbeobachter war." Abseits seiner unmittelbaren Tätigkeit für die Frankfurter ist eines Koppel besonders wichtig: "Schreiben Sie ruhig, dass ich der festen Überzeugung bin, dass der FSV nicht absteigt!" Das hört man in Bornheim gerne, allein es fehlt in diesen Tagen ein wenig der Glaube: Mit erst einem Punkt auf der Habenseite droht der FSV den Anschluss ans rettende Ufer zu verlieren.
Quelle: Fuldaer Zeitung

 
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