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Clubs gegen Rückkehr der Skandal-Schiedsrichter |
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Geschrieben von spiegel.de
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Sonntag, 1. November 2009 |
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 Die mögliche Rückkehr der international bis 2014 gesperrten Schiedsrichter Lemme und Ullrich in die Handball-Bundesliga sorgt für scharfe Kritik. Laut diverser Medien wehren sich die Clubs gegen den Einsatz des Duos, das der Bestechlichkeit verdächtigt wird. "Mir ist kein Club bekannt, der damit einverstanden ist", sagt HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann. Beide Unparteiischen waren vom DHB im März suspendiert worden, nachdem sie in den Verdacht der Bestechlichkeit geraten waren.
Lemme und Ullrich hatten gegenüber dem Verband verheimlicht, dass sie nach dem Finalrückspiel im Europacup der Pokalsieger im Frühjahr 2006 zwischen Medwedi Tschechow und Valladolid am Moskauer Flughafen Scheremetjewo mit 50.000 US-Dollar im Handgepäck aufgegriffen worden waren. Für die Herkunft des Geldes hatten die beiden keine Erklärung. Die gesamte Summe wurde konfisziert. Lemme und Ullrich durften erst weiterreisen, nachdem sie eine Verzichtserklärung unterschrieben hatten. Die Europäische Handball-Föderation (EHF) geht davon aus, dass es sich um Geld für eine Manipulation handelt, und suspendierte Lemme und Ullrich. Im Juli dieses Jahres wurden die Schiedsrichter, die ihre Unschuld betonen, von der EHF für fünf Jahre gesperrt.
Der DHB ahndete das Vergehen nur mit neun Monaten Sperre und unterstützte die Schiedsrichter im September sogar mit 10.000 Euro, um Einspruch gegen die EHF-Sperre einzulegen. Liga-Geschäftsführer Bohmann kritisiert das Verhalten des DHB: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich eine Ansetzung der Schiedsrichter gegen die Clubs und die Liga durchsetzen lässt." Auch der Geschäftsführer des Spitzenvereins Rhein-Neckar Löwen, Thorsten Storm, sagt: "Es wäre für die Liga nicht gut, wenn die beiden wieder auflaufen würden."
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